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Unter qRT-PCR, quantitativer Real Time PCR, versteht man eine Polymerase-Kettenreaktion, die in Echtzeit abläuft, das heißt, die bereits während des Prozesses zu wissenschaftlichen Ergebnissen führt. Bei der Polymerase-Kettenreaktion PCR werden Teile der DNA vervielfältigt, ohne dass dabei ein lebender Organismus oder eine Zelle eingesetzt werden. Die Vervielfältigung erfolgt in vitro. In vielen Labors wird qRT-PCR eingesetzt, um DNA Sequenzen zu analysieren. Durch die Reproduktion mittels der Polymerase-Kettenreaktion können verschiedene Untersuchungen an ein und dem gleichen DNA Stück vorgenommen werden. Die PCR ermöglicht Untersuchungen von Erbgut auf erblich bedingte Krankheiten, Virusinfektionen und erlaubt die Erstellung des so genannten genetischen Fingerabdrucks. Sie ist aber auch die Voraussetzung für das Klonen von Genen. PCR und besonders die qRT-PCR zählen zu den modernsten Methoden der Biochemie. Sie haben aufgrund der neuen Technik zu vielen neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen in der Molekularbiologie, insbesondere aber in der Genetik geführt. Die DNA-Polymerase ist in allen lebenden Zellen dafür verantwortlich, dass das Erbgut vor der Zellteilung verdoppelt wird. So bleiben sämtliche Informationen in jeder einzelnen Zelle erhalten. Das geschieht folgendermaßen: Die Polymerase bindet sich an die DNA und erzeugt einen komplementären Strang, ein Negativ sozusagen. Trennt man den Strang, so bilden sich wiederum die passenden Gegenstücke und man erhält zweimal die gleichen DNA Abschnitte. Anfangs war dieser Prozess ein schwieriges Unterfangen, da die DNA-Polymerasen nicht hitzestabil waren. Erst die Entdeckung der thermostabilen Bakterien Thermus aquaticus führte zum Erfolg. Der pRT-PCR Prozess wurde erheblich beschleunigt und lief nun selbständig automatisiert ab. Einen einzigen Nachteil hat die PCR-Methode: Sie dupliziert auch Fehler in der DNA und kann daher Mutationen auslösen. Zwei neue Polymerasen haben mittlerweile eine Korrektur-Funktion, die helfen soll, Fehler im Erbgut aufzudecken. Entwickelt wurde die Polymerase-Kettenreaktion 1983 von Kary Mullis. 1993 erhielt er dafür den Nobelpreis für Chemie. Streit gab es um die Patente für die PCR-Methode. Kary Mullis arbeitete seinerzeit bei der Biotech-Firma Cetus, von der die Pharmafirma Roche das Patent erwarb. Aber auch in Russland wurde die PCR-Methode bereits in den 1980er Jahren beschrieben. Ein jahrelanger Streit um die Patente für die PCR-Methode war die Folge. Mittlerweile ist etwas Ruhe eingekehrt, da die US-Patente bereits 2005 ausliefen.

 

 

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